Einführung

Ultimate Frisbee ist ein Mannschaftssport, der mit Wurfscheiben gespielt wird. Umgangssprachlich werden diese als Frisbee(®) bezeichnet, dabei handelt es sich aber um ein Markenzeichen der Firma Wham-O (siehe Geschichte). Aus diesem Grund wird es jetzt nur noch als Ultimate bezeichnet. Allerdings wird Frisbee häufig synonym für alle Wurfscheiben verwendet.

Das Ziel des Spieles ist es, die Scheibe durch gezieltes Passen zu einem Mitspieler in der gegnerischen Endzone einen Punkt zu erzielen.
Das Spielfeld ähnelt dem bei American Football oder Rugby.

Als Besonderheit unter den Teamsportarten zeichnet sich Ultimate durch den Spirit of the Game („Geist des Spieles“) aus. Durch diesen werden die Prinzipien des Fair Play, dem Respekt vor dem Gegner und dem Spaß am Spiel in den Vordergrund gestellt. Bei Turnieren die den WFDF-Regeln (siehe Regeln) wird bei allen Wettbewerben immer ohne Schiedsrichter gespielt. In den USA und Kanada werden nach leicht abgewandelten Regeln eher passive Beobachter eingesetzt. Neben Ultimate zählen auch Disziplinen wie Discgolf oder Freestyle zu den Flying-Disc-Sportarten (siehe Sportarten).

In Deutschland gibt es ca. 3000 aktive Spieler. Während in den Anfangsjahren häufig Universitätsteams die Keimzellen von Ultimate Frisbee waren, haben sich die Vereinsstrukturen in den letzten Jahren weiterentwickelt. Seit 2003 finden regelmäßig Juniorenmeisterschaften statt, viele Mitglieder des aktuellen deutschen Openmeisters Bad Skid haben bereits im Jugendalter mit dem regelmäßigen Training begonnen und ihre ersten Erfahrungen in Juniorenteams gesammelt.
Aktuell existieren ca 70 Mannschaften in Deutschland (Karte von Ffindr einbinden) weitere Infos zu Turnieren und Teams gibt es hier.

Das komplette Regelwerk umfasst derzeit 17 SeitenUnited Kingdom(Great Britain) , hier sollen aber kurz die 10 grundlegenden Punkte dargestellt werden.

Ultimate in 10 einfachen Regeln (angelehnt an USA Ultimate)

  1. Das Spielfeld
    hat eine rechteckige Form mit zwei Endzonen und dem Hauptspielfeld in folgenden Abmessungen: 100m lang und 37m breit, die Endzonen sind jeweils 18m tief. (Siehe Grafik). Diese Werte gelten für die Freiluftsaison, im Winter wird auf Handballfeldern gespielt, die Endzonen sind jeweils 6 m tief, teilweise werden die Regeln weiter angepasst.

    Quelle: www.wfdf.org

    Quelle: www.wfdf.org

  2. Spiel/Punktbeginn:
    Am Anfang jedes zu spielenden Punktes stellen sich die Spieler an ihrer eigenen Endzonenlinie auf. Die verteidigende Mannschaft (“Defense”) wirft die Scheibe zum angreifenden Team (“Offense”).
  3. Erzielen eines Punktes:
    Immer wenn das angreifende Team einen Pass in die gegnerische Endzone wirft und die Scheibe von einem Mitspieler gefangen wird, dann gibt es einen Punkt. Ein neuer Punkt beginnt (Spiel/Punktbeginn).
  4. Fortbewegung der Scheibe:
    Die Scheibe kann in jede beliebige Richtung bewegt werden, indem ein Pass zu einem Mitspieler erfolgreich gefangen wird. Fängt er eine Scheibe im Laufen, so muss er möglichst schnell stehen bleiben und darf sich nur noch im Sternschritt um seinen Standfuß bewegen. Der Spieler mit der Scheibe wird der neue Werfer (“Thrower”) und hat 10 Sekunden Zeit für den nächsten Pass. Der Verteidiger, der den Scheiben führenden Spieler deckt (“marker”) zählt die Sekunden (“stall Count “).
  5. Wechsel des Scheibenbesitzes (” Turn-Over”) :
    Ein Pass ist nicht komplett, wenn er außerhalb des Spielfeldes landet, den Boden berührt, fallen gelassen, geblockt oder abgefangen wird. Die verteidigende Mannschaft erhält die Scheibe sofort und wird zum angreifenden Team.
  6. Auswechslungen:
    Auswechsellungen können ohne Beschränkungen nach dem erzielen eines Punktes oder bei einem Verletzungstimeout (die verletzten Spieler werden ersetzt, das gegnerische Team darf ebenfalls wechseln).
  7. Kein Körperkontakt:
    Es kein Köperkontakt zwischen den Spielern erlaubt, Blocken und sperren sind ebenfalls verboten. Wenn ein Kontakt auftritt, so ist dies ein Foul.
  8. Fouls:
    Wenn ein Spieler einen anderen Spieler berührt, so ist dies ein Foul. Verliert durch dieses Foul die Offense die Scheibe, so wird das Spiel unterbrochen, die Offense erhält die Scheibe zurück und das Spiel geht weiter, erkennt der Verursacher das Foul nicht an, so wird der Spielzug wiederholt.
  9. Selbstverantwortung/kein Schiedsrichter:
    Die Spieler sind für die Fouls und eventuelle bezüglich innerhalb/außerhalb des Feldes (erste Bodenkontakt muss “in” sein, die Linien zählen immer zum Aus) selbst verantwortlich. Sie klären die Streitigkeiten untereinander.
  10. Spirit of the Game:
    Im Ultimate Frisbee werden das sportliche Verhalten und das Fair Play besonders hoch bewertet. Spiele auf hohem Niveau sind gewünscht, dadurch darf aber niemals der Respekt der Spieler untereinander, die Einhaltung der Regeln und die Freude am Spiel verloren gehen. Gewinnen ist nicht alles.